kuekensalat

Dieser Blog ist total wichtig.


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Es könnte alles so einfach sein…

…isses auch.

Ha! Jetzt hab ich euch erschreckt, wa?

Nee, mal ehrlich. Immer heißt es: „Mimimimimi, ich würd ja gerne mal XYZ und aber irgendwie geht’s nicht.“ Dabei – und hier lehne ich mich mal weit aus dem subjektivstatistischen Fenster – sind 90% aller Mimimis perfekte Ergebnisse erfolgreicher, jahrelanger und ausgeklügelter Selbstsabotage.

„Aber Küken, das stimmt doch gar nicht! Ich habe wirklich keine Zeit für Sport!“ Ja, sicher, du faule Sackratte. Ich glaube dir kein Wort. Wie lange hast du heute schon am Handy gespielt? Das Auto zum 600m entfernten Rewe genommen? Den Fahrstuhl? FERN GESEHEN? Wenn du wirklich wolltest, hättest du schon längst die Speckleggins an und würdest Hampelmänner machen bis der Nachbar die Polizei ruft!

Wie viele der Entschuldigungen, mit denen wir uns selbst von dem abhalten, was wir als ein erfolgreiches Leben wahrnehmen, sind totaler Quatsch? Mal so ganz ernsthaft und realistisch betrachtet?

Ich würde sagen: Fast alle.

Die Masterfrage ist allerdings weniger „Was machen wir dagegen?“, denn das weiß auch jeder. Ich wette sogar, die besten Ratgeber werden von den Menschen geschrieben, die es selbst nicht hinkriegen (Fettlogik mal ausgenommen), weil sie haargenau wissen, was sie eigentlich tun sollten, nämlich – bleiben wir mal beim Sportbeispiel – jemanden finden, mit dem sie gemeinsam Sport machen wollen/können und der zuverlässig und unerbittlich ist, feste Termine machen und keine Ausrede gelten lassen und dann einfach rein die Klamtoten und los!
Stattdessen ist wieder mal Mittwoch und eigentlich Pilates dran, aber der Hintern sitzt auf der Couch und ist dort so schön eingesunken, dass er sich als pilatesuntauglich tarnt, dann wird der Trainingspartner vollgeheult über den Stress und die Pein und lässt sich so lange belabern (oder ist so genervt), dass der Hinter die Delle tatsächlich den Rest des Abends noch etwas weiter ausbeult.

Die Frage ist also eher: WARUM?

Warum fällt es uns so schwer, aus lieb gewonnenen Gewohnheiten auszubrechen und einen auf lange Sicht einfacheren und schöneren Weg zu beschreiten? Auch hier ist die Begründung meistens einfach: Gewohnheit und/oder Angst. Gewohnheit ist klar, kennta, ne? Aber: Nach drei bis 10 Wochen verändertem Verhalten ist die Gewohnheit umprogrammiert. Also? Angst!

„Aber Küken, spinnst du denn? Angst? Wieso sollte ich Angst haben davor, mit dem Rauchen aufzuhören?“

Na, lieber Quarzengel23, deine Persönlichkeit ist ausgeschmückt durch die Raucherei, sozusagen das sinnlich-anrüchige Bad Girl Image und du lernst Leute kennen, hast einen Freundeskreis, der vermutlich auch mehr Raucher als Nichtraucher beinhaltet (noch so ne Studie) und voilá, Rätsel gelöst. Soziales Eremitentum, besonders in der Entwöhnung, das suckt einfach Big Time. Und da soziale Netzwerke ein Grundbedürfnis des Menschen darstellen, umso mehr. Aber willst du deswegen 19 Jahre früher sterben?

Und das sollte eigentlich immer unsere Frage sein: Ja klar, man ist mit dem Ich des Moments oft lange liebevoll aufgewachsen, aber ist das auch das Ich der Zukunft? Will man diesen Hampel wirklich für ewig mit DIESER Macke herumschlörren und sich am Ende vielleicht doch nur darüber ärgern, dass Lungenkrebs oder Herzkrankheit echt voll unangenehm ist und „hätte ich doch mal damals ne Banane mehr gegessen und nicht das Twix“?

Warum schreibe ich so einen unlustigen Psychoquatsch?

Weil’s so einfach sein könnte. Und wenn’s schlimm genug ist und trotzdem nicht klappt, dann guckt euch mal an, ob da nicht irgendein Hebel nur mal nen ordentlichen Schubs braucht.

Viel Erfolg beim Schubsen.

 

 

 

 

 

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Einfach nur dran glauben

Ich bin ja davon überzeugt, dass Klamotte alles ist.

Naja, nicht ALLES alles, aber schon ein bisschen alles. Egal, ob man sich nun abspalten, ver-oder enthipstern, ökologisieren, managerisieren, statuisieren oder demoralisieren möchte. Ihr wisst, was ich meine.

Auch die Fitnessindustrie hat sich dessen schon angenommen und wartet  mit immer spannenderen Klamotten so hoch auf, dass die letzten Magazin-Cover, die mir aus den Regalen entgegen kamen, auch immer öfter etwas von „Fitwear Trends“ verkündeten. Ich, milde lächelnd noch so: „Wer macht’n so einen Mist mit?“

Doch das Interesse bleibt und jetzt, wo ich auch mitmache bei diesem „Sport“ muss ich gestehen: Wenn ich daheim in Schnappatmung über meine Matte rolle, möchte ich auch lieber schnitty als shitty aussehen.

Anscheinend gibt es für Long Moppels wie mich allerdings die hässlichsten Prints in den absonderlichsten Längen mit den unmöglichsten Kombinationen (lies: durchsichtig mit glänzend. wtf? Wer trägt denn was Durchsichtiges, wenn er versucht, sich Speck wegzustrampeln?) und un-fucking-fassbare Turnschuhdesigns. Ich habe selten so hässliche Schuhe gesehen. Mal ehrlich. Rosa Sohle? Also bitte.

Was bleibt? Entweder a) Männerkleidung kaufen (YAY! ÄRMEL! aber: Booooh! Boobs!) oder b) „irgendwas Günstiges, was nicht oberkacke aussieht“.

Gut, letztendlich hat der Geiz gewonnen. Da ich mit meinem perfekten Startgewicht von 100 Kilo mal übermotiviert dachte: „Boah, Bodyweight Training ist eine total brillante Idee!“ und meine gefühlt bergversetzenden, meine Untermieter traumatisierenden 4-Count-Burpees in meinem heimischen Schlafzimmer exerziere, ist es auch eigentlich völlig schnurzpiepe, dass die nun erworbenen, pechschwarzen Leggins sich liebevoll an jede Delle schmiegen und das schwarze Top auch gut einen Zweitjob als Nylonstrumpf ausfüllen würde.

Nein, das alles spielt keine Rolle –  denn wenn ich meinen schwarzen Kapuzenpulli drüber ziehe, vollzieht sich eine wundersame Wandlung.

Ich werde von einer Grufti-Raupe Nimmersatt zu einem blitzschnellen, schattengleichen, das Trainingsprogramm voller Härte bezwingenden Speckninja.

Und da sag‘ noch mal einer, Klamotten wären beim Sport  unwichtig.

speckninja

By the way: 4,6/32 Kilo


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Krakenkündigung

Auch auf die Gefahr hin, mich als Aluhutträger abzustempeln, möchte ich die folgenden Infos und Gedanken mal mit euch teilen. Mich erreichte, ironischer weise über Facebook, ein Blogeintrag (anscheinend sehr gut recherchiert) in dem der nette Autor äußerst detailliert beschrieb, in welcher Weise und wann unser aller social Media Liebling Fratzenbuch mit unseren Daten agiert. Das Original findet sich hier (inkl. aller Quellen): http://www.salimvirani.com/facebook/

In Kurzform schreibt er etwa dieses:

Seht zu, dass eure Lieben von FB verschwinden! FB trackt de facto jede Bewegung, die wir mit unserem Smartphone tun und erstellt Bewegungsprofile – egal ob wir dem zugestimmt haben, oder nicht. Es trackt ebenso den Besuch aller anderen Internetseiten und wie lange wir wo verbringen. Es liest unsere Nachrichten – ja, auch die Privaten – und verfolgt, welche Links wir wem senden. Und all unsere Likes sind öffentlich – sogar die, die nur Facebook für uns macht! Denn entgegen der Realität nutzt Facebook unsere Namen und Profile auch, um in unserem Namen Produktwerbung bei unseren Freunden zu machen. Ihr kennt sicher die kleinen Hinweise „Blabla und blabla gefällt dies auch“ an der Werbung. Das Ergebnis all dieser Spionage ist ein so komplexes und akkurates Persönlichkeitsprofil, das nicht mal unsere Eltern und engsten Freunde in solch einer Detailliertheit erstellen könnten.

Warum ist das schlimm?

Nun, es wäre ja nicht so schlimm, wenn nur Facebook wüsste, dass ich vor einem Jahr dies-und-jenes über diesen-und-jenen Webshop über meine Kreditkarte mit der Nummer XYZ gekauft habe oder dem und dem letztens von den ungesunden Gewohnheiten einer entfernten Bekannten vorgejammert habe. Aber Facebook behält diese Daten ja nicht.

Facebook verkauft sie. Und zwar wahllos an den Meistbietenden, denn Facebook ist kein ethisches Unternehmen. Facebook ist ein Unternehmen. Und Unternehmen brauchen Profit. Nur durch Werbung wird man nicht 190 Millionen Dollar schwer. Zu den Käufern gehören auch politische Organe, Versicherungen (na, wem hast du letztens im Messenger noch von deinen Depressionen erzählt? Nicht, dass der neue Arbeitgeber/die Versicherung das auch im Blick hat?) usw. usf.. Stories von Leuten, die harmlosen, satirischen Quatsch schrieben und auf einmal SWAT im Wohnzimmer hatten, kann ich nicht hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes überprüfen – aber zuzutrauen wäre es Mister Suckerbörg.

Und es geht weiter: Nicht nur bekommt es durch unsere Telefonliste und Kontakte Zugriff auf Gesichter (wenn welche mit den Kontakten verknüpft sind) von Menschen, die nicht auf FB sind, sondern erstellt auch durch die eben genannte Gesichtserkennung und mit Namen und den vorhandenen Daten (oft die Telefonnummer) entsprechende Geisterprofile. Diese werden dann mit Ortsdaten etc. weiter ausgefüttert, immer wenn jemand unabsichtlich etwas über die genannte Person postet oder über sie spricht. Das heißt, wir geben nicht nur unsere eigenen Profile preis durch unsere Likes, Zeit auf Seiten und Posts, sondern wir zwingen auch unsere Freunde, die nicht angemeldet sind, mit FB zu leiden. Ich erinnere mich noch an eine Zeit, in der man Mails bekam mit dem eigenen Namen und einigen ausgefüllten Daten, die man FB nie gegeben hatte, FB aber als Köder schonmal in das Rohprofil eingebaut hatte. Die kommen aus genau diesen Geisterprofilen.

Jetzt sind wir sowieso gläsern, Google sammelt auch, willst du das Internet jetzt ganz sabotieren oder was?

Nein. Dennoch bin ich sehr zögerlich damit, FB weiter mit Daten zu füttern. Die Lösung, alle Apps zu deinstallieren und mein Konto zu löschen – permanent – ist nur ein Teil. Auch Hilfsprogramme, die third-party-tracking unterbrechen, d.h. dass Facebook verfolgt auf welchen Seiten man sich sonst noch wie lange herumtreibt und was man dort kauft – zu installieren ist notwendig.

Ein Hitch ist allerdings die soziale Komponente. Sind mir die Kontakte, die ich vermeindlich über Facebook halte, so wichtig, dass ich dafür all meine Daten aufgebe und mich im Netz so stark schaffe zu zensieren, dass man mir niemals mehr irgendwas nachtragen kann und mein elektronisches Profil von FB nicht weiter ausgeweitet wird?

Ich bin nicht sicher.

Ich weiß, dass ich mit vielen meiner Facebook „Freunde“ im echten Leben deutlich weniger kommunizieren werde, als vorher. Ich weiß auch, dass mir einige Stunden Lebenszeit wiedergegeben werden. Momentan bin ich damit beschäftigt, meine Lieblingsfacebookseiten auf die Existenz eines vollformatigen Equivalents im Netz zu untersuchen und diese Seiten in meine Favoritenliste zu importieren.

Ein Leben ohne Facebook und Whatsapp ist möglich. Nicht ganz so easy, aber ich denke, ich werde es wagen.

Was denkt ihr dazu?

 

 


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Na, auch fett?

Hallo Freunde des Hedonismus und der Selbstkasteihung! Wer einen BMI unter 25 hat, darf zur Belustigung weiterlesen, alle anderen müssen und halten bitte bis zum Ende durch.waage

Passend zum Jahresbeginn und allen Vorsätzen des magischen Neuanfangs strömen aktuell wieder Massen in die Fitties, um die gerade erfolgreich angefressenen Weihnachtsganskilos wieder los zu werden. Dieser Vorsatz hält meistens das Probetraining und vier Selfies lang. Aber jetzt mal Hand aufs schwabbelige Herz: Weihnachten hat uns nicht fett gemacht.

Das war nicht die Gans. Oder die dreimillionen Plätzchen vom 25. Oktober bis zum 28. Dezember! Nein, wir haben uns lange damit Mühe gegeben, diese delligen, weichen Polster an allen unerwähnbaren Stellen auszustatten mit mehreren, dererzeit le-bens-wichtigen Fettucine in Sahnesoße, Lieferdienstarbeitsbeschaffungsmaßnahmen und der geradezu allergischen Ablehnung so uneleganter Zustände wie Schwitzen oder gezielter Bewegung. Wo kämen wir denn da hin? Auch der Blick in den Spiegel ist mitunter wohlwollender als geplant.

Gut für euch! Bitte, seid liebevoll und wohlwollend, denn, wie Jared Padalecki in seiner Campagne schon sagte: „LOVE YOURSELF FIRST“! Doch wenn ihr euch wirklich, wirklich liebt, dann kauft ihr euch jetzt ein neues Buch. Ich mache schamlos dafür Werbung, weil es herrlisch schonunglos und oh-so-wahr ist. Es ist wissenschaftlich, witzig und bei Chuck- es hilft. Wenn schon nicht dazu, instant-schlank zu sein, dann wenigstens dabei, sich nicht weiter wie bescheuert die Hucke vollzulügen und der Fat Acceptance Bewegung Lebensjahre unbeschwerter Gesundheit in den Rachen zu schmeißen.

Es heißt „Fettlogik überwinden“ ist von Dr. Nadja Hermann und überall erhältlich. Da ich Amazon sabotiere, müsst ihr wohl euren dicken Hintern die Treppe runter und ins Buchgeschäft tragen. Bittesehr. Gern geschehen.

Nur zur Klarstellung: Ich bin selbst dick. Ja, dick. Fett geradezu. Adipositas Grad I! Habe einen BMI von 30 und das ist noch nett ausgedrückt. Überall Dellen und so Zeug. Knieschmerzen, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen… mit 32. Klingt bekannt? – lest das Buch.

Ich dachte immer, wenn ich zu wenig esse, dann komme ich in den Hungerstoffwechsel, deswegen habe ich nur wenig reduziert und deswegen so lahm abgenommen, dass ich fast nicht gemerkt habe, dass ich weniger wiege – und dabei aber ständig das Gefühl gehabt, ich müsste die Wände hochjagen vor Hunger. Ich dachte: Mein armer Körper, bestimmt bekommt er einen schlimmen MANGEL und ich falle tot um! Aber – Bullshit.

Ich dachte auch, ich bin genetisch mit einem langsamen Stoffwechsel gestraft und kann niemals so gut abnehmen wie andere, weil ich gar keine Kontrolle darüber habe, wie mein Körper verwertet. Bullshit. Ich dachte, ich bin doch gesund! Silvana Denker sagt doch Bodylove und bla! Die Models und Zeitschriften machen alle nur Stimmung gegen Dicke! GEFÄHRLICHER Bullshit. Ich dachte, ich hätte „schwere Knochen“ und „kann niemals 75 Kilo wiegen“. Auch Bullshit. Und wenn Leute mir sagten: „Du bist zu dünn!“ mit gerade mal Normalgewicht, dann bekam ich Panik und Probleme, meine neu gewonnenen Muster zu halten. Und als jemand sagte: „Du bist doch gestört, einen Cappucino zu trinken, wenn alle spontan Eis essen.“ habe ich mich gefragt, ob ich eine Magersucht heranzüchte (bei 85 Kilo auf 1,84cm). AUCH BULLSHIT! Ich war auf genau dem richtigen Pfad und hätte ohne diese bescheuerten „Tipps“ und mit mehr Selbstbewusstsein sie zu ignorieren damals auch noch deutlich länger mein Gewicht gehalten.

Ich schreibe dies mit aller Liebe als einen Appell zur schonungslosen Ehrlichkeit. Es ist nicht schlimm, wenn ihr die bewusste Entscheidung trefft, nichts gegen den Gesundheitskiller zu unternehmen, der mehr Menschen umbringt als Rauchen. Eure Entscheidung. Aber wenn ihr sie trefft, tut es bitte informiert und enttarnt voher eure eigene „Fettlogik“.

Und wenn ihr den Blog dazu sehen wollt, den gibt’s hier: https://fettlogik.wordpress.com/

By the way: Ich hab heute Runtastic Results Woche 1 gestartet und fühle mich wie ein Neugeborenes: Liege auf dem Bauch auf der Matte und weine viel. Bäähähä.